Mein Weg zum Jyotish
Künstlerische Wurzeln
Ich bin in einem Umfeld von Kunst und Handwerk aufgewachsen.
Mein Vater war bildender Künstler, meine Mutter arbeitete in der Gebrauchswerbung, meine Großmutter fotografierte, mein Großvater war Tischler.
Diese Mischung aus Kreativität und Präzision prägte früh meinen Blick auf die Welt: Schönheit entsteht, wenn Form und Sinn zusammenfinden.
Seit 2004 beschäftige ich mich intensiv mit Fotografie – seit 2017 vor allem mit analogen Verfahren.
Für mich ist das keine Technik, sondern eine Art, die Welt zu betrachten: langsam, bewusst, mit Sinn für Tiefe und Struktur.
Die ersten Fragen
Schon als Kind stellten sich mir die großen Fragen des Daseins:
Woher kommen wir? Warum sind wir hier? Wie kann etwas unendlich sein – und wenn nicht, was ist dahinter?
Die Antworten der Erwachsenen blieben oberflächlich.
Diese frühen Fragen wurden zum Motor meiner späteren Suche nach Erkenntnis.
Philosophische Einflüsse
Mein Weg führte mich durch viele Denkströmungen: von Goethes Naturphilosophie über die Stoiker bis zu den strategischen Einsichten Robert Greenes.
Sie alle verbindet der Gedanke, dass Erkenntnis eine praktische Form von Freiheit ist.
Im Bhakti Yoga und später im Jyotish fand ich schließlich eine Synthese aus spiritueller Tiefe und praktischer Lebensweisheit.
Begegnung mit der vedischen Tradition
2003 begegnete ich in Berlin Srila Bhaktivedanta Narayana Maharaja, einem Lehrer der Bhakti-Tradition.
Unter seiner Führung und durch seine Schüler Bhaktivedanta Varna Maharaj und Bhaktivedanta Sridhar Maharaj begann ich, die vedische Philosophie systematisch zu studieren.
Diese Jahre legten den Grundstein für mein Verständnis von Bewusstsein, Karma und innerer Entwicklung.
Der Weg ins Jyotish
Seit 2017 widme ich mich intensiv dem Studium des Jyotish – der vedischen Astrologie.
Meine Inspiration stammt aus der Linie von Pandit Sanjay Rath und Pandit Visti Larsen.
Auch wenn ich nicht direkt bei ihnen lernte, prägten ihre Lehren meinen Zugang maßgeblich.
Meine Studien umfassten u. a. die Werke von B. V. Raman, vertiefende Gespräche mit Conrad Mars (Berlin) sowie kontinuierliches Selbststudium von 2017 bis 2025.
Mein Ansatz heute
In meiner Arbeit verbinde ich die Tiefe der vedischen Tradition mit künstlerischer Sensibilität und philosophischer Klarheit.
Diese Haltung prägt auch unseren Shop dhoop&art, in dem Räucherwerk, Kunst und Wissen miteinander verschmelzen.
Mein Ziel ist es, Jyotish so zu vermitteln, dass es:
- die ursprüngliche Tiefe bewahrt,
- praktisch anwendbar bleibt,
- Menschen aller Hintergründe anspricht,
- und die ästhetische Dimension des Lebens würdigt.
Die Fragen meiner Kindheit begleiten mich bis heute –
doch sie haben sich verwandelt: aus Zweifel wurde Staunen, aus Suche wurde Methode.
Im Jyotish habe ich ein Werkzeug gefunden, das Bewusstsein und Schönheit verbindet –
und das Licht sichtbar macht, das in allem wirkt.